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Seidel Architekten Pflegeheim 11

Neubau eines Pflegeheims

Kunde: Glockengießer Spitalstiftung St. Leonhard Lauf an der Pegnitz

Projektkennzahlen

Bauherr Glockengießer Spitalstiftung St. Leonhard
  Lauf an der Pegnitz
Planung 2008 – 2011
Bauzeit 2011 – 2013
Fläche 6.950 m²
Rauminhalt 20.070 m³
   
Fotos Seidel Architekten
  Oleg Kuchar

Projektbeschreibung

Im Anschluss an den 1. Preis im Wettbewerb vom Juni 2008 wurde der Entwurf für das Pflegeheim grundlegend überarbeitet mit den neuen Anforderungen durch den Bauherrn. Die neue Vorgabe lautete „Realisierung eines 120 Betten Pflegeheims zum Preis eines 99 Betten Pflegeheims”. Eine Kostenoptimierung wurde zur Einhaltung der festgelegten Kostenobergrenze durchgeführt. Die im Wettbewerb geplanten 3-geschossigen Baukörper wurden um ein zusätzliches Geschoss erhöht, der niedrigere 1-geschossige Baukörper für Verwaltung und Küche entfiel. Anstelle des großzügigen Innenhofs wurde im geschützten rückwärtigen Bereich des Erdgeschosses nun ein Dementengarten eingeplant.

Der neue Baukörper spiegelt das Konzept der Pflegeheimbetreiber wieder: pro Geschoss bzw. Station entstehen 2 Wohngruppen mit jeweils dazugehörigen Aufenthaltsbereichen und vorgelagerten Loggien. Das Pflegeheim wurde so konzipiert, dass es sich aus 2 Gebäudeteilen zusammensetzt und durch eine Glasfuge (Erschließung) miteinander verbunden ist. In jedem der Gebäudeteile ist pro Geschoss eine Wohngruppe mit 16 Bewohnern untergebracht und das über 2 Obergeschosse.
Ein Farbkonzept differenziert die verschiedenen Bereiche des Gebäudes um den Bewohnern sowohl Orientierung als auch Geborgenheit zu geben.

Das Erdgeschoss gestaltet sich etwas anders. Hier ist der „geschützte Bereich” mit 24 anstatt 32 Bewohnern angesiedelt. Außerdem befinden sich hier die Verwaltung und ein Multifunktionsraum für Veranstaltungen. Die differenzierte Nutzung lässt sich auch an der Fassade ablesen. Während die 3 Obergeschosse in ihrer Nutzung identisch sind, sind auch diese in der Fassade gleich gestaltet. Das Erdgeschoss dagegen springt optisch zurück und setzt sich somit ab. In der Mittelzone finden Nebenräume sowie Erschließung ihren Platz. Durch die zueinander verschobenen Gebäudeteile entstehen interessante Außenräume, die einen geschützten Eingangsbereich bzw. eine windgeschützte Terrasse entstehen lassen. Die gemeinsamen Aufenthaltsbereiche und der Außenraum bieten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität für die Bewohner des Pflegeheims. 

 

zum vorausgegangenen Wettbewerb