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Feuerwehrgerätehaus Neu-Ulm/Pfuhl

Kunde: Stadt Neu-Ulm

Projektkennzahlen

Bauherr Stadt Neu-Ulm
Planung 04/2009 – 11/2010
Bauzeit 08/2010 – 2011
Fläche 1.083 m²
Rauminhalt 4.335 m³

Projektbeschreibung

Als Ersatz für das technisch veraltete Gebäude beauf­tragte die Stadt Neu-Ulm den Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf einem Baugrundstück im Ortskern des Stadtteils Pfuhl. Vorteil dieses Standorts sind die kurzen Anfahrtswege für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Nachteilig waren die beengten Grundstücks­verhältnisse, wobei durch die Anordnung der Funktions­bereiche das Grundstück optimal ausgenutzt wurde. Der zurückgesetzte Eingangsbereich zwischen den zwei Fahrzeughallen wird durch den darüber liegenden rot verputzten Bereitschaftsraum betont und dient zusammen mit dem verglasten Treppenhaus als Gelenk zwischen den zwei Fahrzeughallen. Um eine ausreichende Aufstellfläche für die Fahrzeuge vor den Hallen zu bieten, wurde die große Fahrzeughalle für die drei LKWs weiter ins Grundstück verschoben.

Die kleine Halle mit zwei Stellplätzen für Boot und Transporter nimmt hingegen direkt die Gebäudeflucht des benachbarten Wohnhau­ses auf. Im rückwärtigen Hallenbereich befinden sich Technik- und Lagerflächen über zwei Geschosse sowie die Werkstatt. Die Herrenumkleide, als eingeschossiger Anbau, wurde direkt am Parkplatz angeordnet um im Alarmfall kurze ebenerdige Wege zum Einsatzfahrzeug zu gewährleisten. Im 1.Obergeschoss befinden sich neben den Lager- und Technikräumen in den Hallen, die Jugendfeuerwehr und ein Einsatzbesprechungsraum mit Blick auf den Vorplatz. Das zurückgesetzte 2.Obergeschoss, in Holzbauwei­se mit markant auskragendem Dach, beinhaltet die Funkzentrale und einen großen Schulungs- und Ausbil­dungsraum mit angrenzendem Küchenbereich sowie ein Erste-Hilfe-Raum.

Das Büro des Kommandanten und der Lehrmittelraum ist ebenfalls dort beheimatet. Die in differenzierten Materialien gegliederte Fassade dient der Unterteilung der großen Baumasse und sorgt für eine deutliche Ablesbarkeit der Funktionen. So sind die Wände der großen und kleinen Fahrzeughalle mit kerngedämmten Betonfertigteilen errichtet worden. Die Tore der Hallen sind mit Metallpaneelen gerahmt und zusammengefasst. Im Dachgeschoss ist die Fassade, wie die Herrenumkleide im Erdgeschoss, mit vorvergrauter Lärchenholzverschalung verkleidet. 

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