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Seidel Architekten Tivoli Areal Innsbruck 9

Tivoli Areal, Innsbruck (AT)

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Die Planung des vorgegebenen Baublocks 4 versucht, innerhalb der präzise formulierten Vorgaben eine optimale und schlüssige Antwort auf die Aufgabenstellung zu finden. Aus städtebaulicher Sicht hat man die Möglichkeit genutzt, das Gebäude symbolisch und formell zu den interessantesten Zonen, dem östlichen Stadtteilplatz und dem Sillufer, auszurichten.

Man schlägt eine klare und konsequente Trennung zwischen den Gebäudeteilen ZIMA und NHT vor, die sich auch durch die Gestaltung des Innenhofs widerspiegelt.

Da das ZIMA Gebäude sich auf der ganzen Länge der Hauptfassade am Fluss Sill orientiert, wird diese Ausrichtung maximal ausgenutzt. Der Gebäudeteil NHT orientiert sich einerseits zum Innenhof, der durch seine Gestaltung und Organisation das private Leben der Bewohner aufwertet, und andererseits zum angrenzenden Stadtraum.

Durch eine konsequente Ausformulierung wird der private Bereich des Innenhofs von dem städtischen Bereich getrennt. Man versucht eine möglichst offene und transparente Beziehung zwischen den Wohnungen und dem Hof zu schaffen, wobei die direkte Kommunikation ermöglicht wird. Die Vorstellung eines ständig dynamischen und vielseitig nutzbaren inneren Hofes ist erwünscht.

Die Umgebung wird durch die großzügigen Fassadenfenster visuell inszeniert; es entsteht ein „gerahmtes Bild" der Landschaft. Die umlaufende Fassadenscheibe, als äußere „Schale" zu verstehen, definiert die Orientierung in den Freiraum.

Die Ausrichtung der Öffnungen und Balkone im Gebäudeteil NHT sind so geplant, dass eine optimale Aufenthaltsqualität gewährleistet wird. Eine qualitative Differenzierung in der Planung der zwei Gebäudekörper (Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen) wird vermieden, ohne den wirtschaftliche Aspekt außer acht zu lassen.

Die meisten Wohnungen in Baubereich ZIMA bieten großzügige Öffnungen zur Flusspromenade. Eine durchgehende Glasfassade ermöglicht die Maximierung des Blickfeldes, wobei die einzelnen Schiebeelemente für den individuellen Sonnenschutz und somit zur Optimierung der Aufenthaltsqualität beitragen. Im Bereich ZIMA steht die Flexibilität im Vordergrund, da jeder Einwohner die Chance haben soll, seinen privaten Wohnraum entsprechend den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen einzurichten. Nach Möglichkeit verzichtet man auf feste Trennwände, und ersetzt sie durch leichte Schiebewände. Die Planung des Wohnungsblocks ZIMA-NHT hat sich durch das Erstellen eines
angepassten Konzepts und durch dessen konsequente Entwicklung ergeben.

Dadurch konnten angenehme Wohnräume erzeugt werden, die sich als Ganzes in das städtische Gemeinbild einfügen.