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Seidel Architekten Justus-Liebig-Uni Gießen 7

Neubau der Chemie Justus-Liebig-Uni Gießen

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Städtebau

Ziel des Entwurfs war es, die bestehenden Qualitäten herauszuarbeiten, zu optimieren und den Campuscharakter zu verstärken. Die Hauptrichtung der bestehenden Gebäude wird im Städtebau aufgenommen und bildet eine Kammstruktur, in welcher der Bestand schlüssig aufgeht. Einzig das neue Bibliotheksgebäude schiebt sich aus der Flucht nach vorn und markiert so die Hauptzufahrt zum Campus. Die Gebäude, die sich bis zur Magistrale erstrecken unterteilen den Campus. Die Mensa bildet mit der Bibliothek eine weitere städtebauliche Kante, die die Begrenzung der Campusplätze nach Osten bildet. Die Mensa und die neue Bibliothek bilden unbestritten das städtebauliche Zentrum des Campus. Die Mensa steht mit ihrer Zweigeschossigkeit im starken Kontrast zum 8-geschossigen Bibliotheksgebäude, dass weithin sichtbar die Forschung und das gesammelte Wissen der Universität thematisiert.

 

Entwurf

Der Neubau der Chemie Institute entwickelt sich aus dem städtebaulichen Konzept und rundet dieses ab. Das Gebäude beschreibt eine U-Form, wobei sich der südliche Teil des Gebäudes in die Achse der Magistrale vorschiebt und damit eindeutig deren Ende markiert. Die Aufteilung des Baukörpers übernimmt das Thema des städtebaulichen Ideenteils und teilt das Gebäude in drei Teile, die ihrerseits über zwei Glasfugen miteinander verbunden sind. So wird die Kammstruktur des Städtebaus thematisiert und es sind vom Platz der neuen Chemie auch Ausblicke in die Landschaft möglich. Der Hauptzugang zum Gebäude erfolgt über den Platz, an dem sich sowohl der Haupteingang des Instituts befindet, als auch ein separater Eingang zum Hörsaalbereich. Ein weiterer Eingang befindet sich direkt auf der Ebene der Hörsäle. Von Osten kommend kann man somit das Gebäude direkt von den Parkdecks betreten. Auf interne Zusammenhänge der Institute wurde streng geachtet, um eine maximale Funktionalität des Neubaus zu gewährleisten.