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Seidel Architekten Bethesda-Klinik 6

Neubau Geriatrisches Pflegezentrum und Service-Wohnungen für Senioren, Bethesda-Klinik

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Konzeptansatz | Städtebau

Das Baugrundstück grenzt im Westen an den Bestand der Bethesda-Klinik und süd-westlich an ein Wohnquartier aus der Gründerzeit. Im Norden schließt die Wallanlage an und im Osten das Donauufer. Aus dieser städtebaulichen Situation heraus entwickelt sich ein Konzeptansatz aus freien Baukörpern orientiert zur Donau und zur Landschaft. Untereinander verbunden ist das Ensemble mit dem Bestand über geradlinige und in Flucht mit der bestehenden Bebauung des liegenden Zwischenbaukörper. Somit wird zunächst die Struktur der bestehenden städtebaulichen Situation aufgenommen und die Baumasse dann in freie Körper zur Landschaft hin aufgelöst. Die Raumkante am Zollernring wird geschlossen und die Proportionen der Gründerzeitbebauung an der Pionierstraße mit den Stirnseiten der neuen Baukörper aufgenommen. Das Bestandsgebäude bleibt bis auf den Abbruch der bisherige Tiefgaragenzufahrt und die Aufstockung des eingeschossigen Tagesklinikbereiches unberührt.

 

Ausrichtung | Lage

Die Anordnung der Gebäude ist so gewählt, das einerseits ein nach Süd-Westen bestehender Innenhof als Ruheoase dient und andererseits es einen Freiraum zur belebten Uferpromenade gibt. Optimale Ausrichtung und Besonnung der Servicewohnungen nach Osten zur Donau und Westen zum Innenhof sind gewährleistet. An den Bestand grenzen im EG das Ärztehaus, in den Obergeschossen der Altenpflegebereich und die Gerontopsychiatrie an. Das Mittelgebäude beherbergt im EG und UG die Veranstaltungsräume der evangelisch-methodistischen Kirche Ulm.

In den Obergeschossen erstreckt sich weiter der Altenpflegebereich und die Gerontopsychiatrie. Die Verbindung zum Servicewohnen erreicht man im EG über die ambulanten Angebote und den Wellnessbereich. In den Obergeschossen setzt sich der Altenpflegebereich und die Gerontopsychiatrie fort. Das Cafe liegt an prominenter Stelle, Ecke Zollernring und Donauufer. Somit steht dem Besucherstrom von der Promenade sowie dem der Bewohner nichts entgegen.Die Tiefgarage schließt an die bestehende Garage an und erstreckt sich weiter unter dem Innenhof.

 

Fassadengestaltung | Materialität

Die drei Hauptbaukörper sind massiv und zeichnen sich durch die klare Struktur ab. Die Materialität der Fassade ist dementsprechend gewählt. Großformatige Fassadenplatten in hellem Ton umhüllen die Baukörper. Die Zwischenelemente als Verbindungsbaukörper erhalten eine Pfosten-Riegel-Fassade. Lediglich die Deckenscheiben sind ablesbar und verbinden den Bestand mit den neuen Baukörpern und der Natur. Das weit auskragende Dach des Cafes bietet Schutz vor Witterung definiert den Übergang zur Landschaft und bietet einen Panoramablick über das Donauufer.