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Seidel Architekten Technologiezentrum Augsburg 7

Technologiezentrum Augsburg

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Städtebau

Die durch den Rahmen- und Masterplan vorgegebenen Cluster bestimmen bereits die künftige Struktur des Technologiezentrums. So werden die Baulinien komplett eingehalten und die Baugrenzen weitgehend übernommen. Somit liegen die Bebauungskanten fest. Die städtebaulich wirksame Gebäudestruktur entwickelt sich ausschließlich aus den Erschließungspunkten und den Funktionen.

 

Landschaftsplanung

Der Grüngürtel in Ost-West-Richtung wird lediglich durch den „Quartiersplatz“ unterbrochen, aber durch Material und Gestaltung in das Wegekonzept eingebunden. Er wird um straßenbegleitendes Grün in Richtung „Halt Linie 3” erweitert. Die Erschließungsstraße „H" gibt die Andienung der einzelnen Gebäude vor. Die Fahrrad- und Fußwegeverbindungen werden übernommen.

 

Vernetzung und Verbindung

Von der Straße „H" wird das Parkhaus erschlossen, welches sich durch einen Innenhof vom angrenzenden Laden- und Restaurantbereich trennt. Das Parkhaus folgt bewusst dem Straßenverlauf im Gegensatz zu den sonst orthogonal zugeschnittenen Gebäuden. Die Zugänge zu Läden und Restaurant erfolgen vom Quartiersplatz, welcher entsprechend mit Wasserflächen, Leuchtstelen, Bänken etc. ausgestaltet wird. Das Hallenlabor- und Bürogebäude wird ebenfalls vom Quartiersplatz erschlossen und verlängert dessen Struktur in Nord-Süd Richtung. Die Andienung erfolgt von Westen auf der Straße „H". In diesem Bereich rückt das EG des Gebäudes von der Baugrenze ab und eröffnet somit die Möglichkeit der LKW-Andienung inkl. Wendekreisdurchmesser. Das spätere Hallenlaborgebäude westlich der Straße ist gespiegelt, wodurch ein gut funktionierender „Andienungsplatz" entsteht.

 

Gebäudestruktur

Kern des Gebäudekomplexes sind die Hallen, die von den Laboren umschlossen werden, da nur so die optimale Verbindung zu diesen gewährleistet ist. Da der Erschließungsflur somit außen liegt, gibt es die Möglichkeit, durch komplettes Verglasen auch die Labore zu belichten. Durch dieses Konzept entstehen kurze Wege der Bereiche untereinander sowie durch die Hallenabmessungen wirtschaftliche Spannweiten und somit eine wirtschaftliche Bauweise. Der Haupteingang liegt am Quartiersplatz und zieht den Außenbereich in die Gebäudefuge in Nord-Süd Richtung. Zuerst erreicht man die öffentlichen Funktionen und im Süden die Büroräume. Der Gebäudekomplex gliedert sich also in Hallen/Labors und  Allgemein-/ Bürobereiche. Im 1. OG liegen über den Labors die Technikflächen wodurch kurze funktionale und Leitungswege erreicht werden. Der Kopfbau mit den Büroräumen wird durch die Gebäudefuge allseitig belichtet. Im 2. und 3. OG umschließt der Kopfbau den Hallenkörper und schafft somit wieder eine, auch auf Geländehöhe ablesbare Gebäudeeinheit.

 

Fassaden

Der Hallenkörper erhält eine hochgedämmte Außenwand mit Fassaden-Lichtbändern, erscheint aber durch eine vorgehängte Metallgewebeverkleidung sehr leicht und homogen. Der umschließende Laborbereich mit Fluren wird großzügig verglast. Im Technikbereich wird das OG geschlossen und bleibt somit als Körper ablesbar. Die darüberliegenden Geschosse werden durch eine kräftige Fuge abgelöst wodurch sich der Kopfbau wie ein Bügel über das Laborgebäude schiebt.

 

Kommunikation

Der in Nord-Süd Richtung verlaufende Innenhof zwischen Kopfbau und Laborgebäude gibt alle Möglichkeiten Innen- und Außenbereiche zu schaffen, welche der Kommunikation dienen können. Dies ist auch in allen Obergeschossen z. B. im Bereich der Treppenhäuser möglich und somit im ganzen Gebäude verteilt.