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Seidel Architekten Lettenwald Siedlungswerk 7

Lettenwald Siedlungswerk

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Städtebau  

Die Lage des Grundstücks im mittelbaren Zufahrtsbereich von der Böfinger Steige und direkt hinter der Kita erfordert u. E. eine unverwechselbare und markante Architektursprache der beiden Gebäude. Die Situierung der Gebäude ist grundsätzlich vorgegeben, jedoch wollen wir beide Gebäude nordseitig in eine Flucht bringen. Die Baugrenzen und Abstandsflächen werden eingehalten.

 

Äußere Erschließung 

Die TG-Abfahrt erfolgt gemäß der Topographie von Süden an der Westseite des Grundstücks und ist daher weit genug von den Gebäuden entfernt. Die Freianlagen ergeben einen parkähnlichen Innenraum mit großem, zentral gelegenem Spielplatz, der von allen Seiten über Wegeverbindungen erreichbar ist.

 

Entwurfliche Überlegungen

1. Punkthaus 

Erschließung, Belichtung und Nutzung innere Erschließung über Treppenhäuser an der Außenwand mit schallentkoppeltem Aufzug durch Distanz zu den Wohnungen. Die notwendigen Fenster der Aufenthaltsräume an der Ostseite sind in den unteren vier Geschossen nach Norden orientiert. Dadurch kann hier auch ostseitig befenstert werden, da diese Fenster dann keine „Notwendigen" sind. Es entsteht somit die gewünschte markante Architektursprache mit Wohnungszuschnitten und -belichtungen hoher Qualität. Die jeweils mittlere Wohnung kann auch zur 2-Zimmerwohnung werden, da jeweils ein Raum der links oder rechts angrenzenden Wohnung zugeschlagen werden kann und damit eine 5-Zimmerwohnung möglich würde. Der Eingangsbereich im EG wird großzügig ausgespart und zusammen mit dem anschließenden Müllraum etwas vorgezogen, wodurch eine spannungsreiche Nullebene mit repräsentativem Eingang entsteht. Die geforderten 2-Zimmerwohnungen werden im EG und 1.OG angeboten.

 

Fassaden

Große Verglasungen nach Süden, alle Loggien passivhausgerecht übereinander mit vorgezogenen Balkonen, um eine spannungsreiche Fassadengliederung zu erzielen und die Loggien nicht so tief einschneiden zu müssen. Die Balkone mit geringer Tiefe ergeben zudem nur im Sommer eine gewünschte Verschattung.

   

Dachebene   

Das oberste Geschoss wirkt wie ein Staffeldach, jedoch sind die Wohnungen des 7.OG Maisonette-Wohnungen mit „Nicht-Aufenthaltsräumen” im 8.OG. Daher bleiben wir unter der Hochhausgrenze. 

 

2.  Zeilengebäude 

Funktional und gestalterisch ähnlich dem Punkthaus jedoch mit zwei Treppenhäusern, um eine Laubengangerschließung zu vermeiden. Eine solche erschiene uns bei den dortigen Windverhältnissen ungünstig. Zwei Treppenhäuser ergeben kurze Erschließungswege. Die Vorgaben bzgl. der Aufteilung in 3- und 4-Zimmerwohnungen sind erfüllt.

 

Staffeldach   

Aus Kostengründen Verzicht auf das 2.Treppenhaus und Anordnung von 2 x 4-Zimmerwohnungen wobei die maximal mögliche Staffeldachfläche nicht ausgenutzt wird. Eine mögliche zusätzliche 2-Zimmerwohneinheit hätte das 2.Treppenhaus erfordert, was wenig wirtschaftlich gewesen wäre. 

 

Erdgeschoss

Geplant sind 3 x 3-Zimmerwohnungen und 1 x 4-Zimmerwohnungen, die im Süden platziert ist und bleiben würde. Die 3 nördlich davon gelegenen Wohnungen können zu Gewerbeeinheiten mit gesamt ca. 275 qm umgewandelt werden. Die EG-Geschosshöhe ist entsprechend berücksichtigt.

 

Notwendige Fenster

Im Bereich der Überschneidung mit dem Punkthaus sind die notwendigen Fenster der Aufenthaltsräume im Norden nachgewiesen wodurch die Befensterungen der Westseite frei gestaltet werden können.