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Wettbewerb Anna Essinger Ulm header

Erweiterung Anna-Essinger Schule am Schulzentrum Kuhberg Ulm

Architekturwettbewerb

Projektbeschreibung

Idee / Städtebau
Das Schulzentrum Kuhberg liegt auf einer Anhöhe im Süd-Westen Ulm. Das Wettbewerbsgebiet liegt am Ende des Schulzentrums und markiert den Übergang von Gebäuden zur Natur. Diese Freibereiche und Sportbereiche sind zentrale Bestandteile des Schulkonzeptes. Der Entwurf vermittelt zwischen Bestandgebäuden und der parkähnlichen Landschaft. Er wächst aus der vorhandenen Topographie und integriert die Freiflächen. Die Natur umspült das Gebäude und nimmt es ein. So ist das Dach begehbar und bietet Raum zum Lernen, Verweilen und Erholen. Des Weiteren befindet sich hier auch der Schulgarten. Dieser liegt quasi an gleicher Stelle wie zuvor.

Im Bereich der Eingänge zieht sich der Neubau zurück. Durch diese Taillierung sind die Zugänge klar erkennbar. Hierdurch gibt der Neubau dem Bestandgebäude auch „Raum“ und Bestandräume können nach wie vor optimal belichtet werden. Durch die „weiche“ Ausformulierung des neuen Gebäudes, bleibt der ursprüngliche Charakter des Umfeldes erhalten.
 

Erschließung
Der Neubau wird über einen Steg mit der Bestandschule verbunden. Dieser schließt im ersten OG an. Weitere Eingänge befinden sich im Erdgeschoss auf der West- und Ostseite in der Mitte des Gebäudes. Von hier aus werden die Obergeschosse über das zentrale Treppenhaus erschlossen. Durch die Staffelung des Gebäudes und dem „Folgen“ der vorhandenen Topographie, kann das Dach auch von den Obergeschossen direkt betreten werden.

Innenraum
Der Entwurf nimmt das Thema der Lichthöfe aus dem Bestand auf. So gruppieren sich die Klassen- und Gruppenräume um zwei große Lichthöfe. Diese lassen das Licht tief in das Gebäude fallen und schaffen eine qualitätvolle Lernatmosphäre. Des Weiteren können die Höfe begangen und genutzt werden. So entsteht eine vertikale Verbindung mit der umgebenden Landschaft.
Die an der Fassade liegenden Räume rhythmisieren den Flur durch das zurückspringen der Gruppenräume. Es entstehen wie im Bestand Lernflächen. Durch die abgerundeten Kanten wird man sanft durch das Gebäude geleitet und es entsteht ein offener, fließender (Bewegungs- und Lern-) Raum.

Außenanlagen / Dach
Das begehbare Dach und die damit verbundene Verknüpfung von Natur/Schule/Sport und lernen spiegelt die eigentliche Entwurfsidee wieder und stärkt den Campuscharakter des Areals. Es ist intensiv begrünt und bietet auch durch seine Südausrichtung eine hohe Aufenthaltsqualität. Durch die taillierte Form entstehen zwischen dem Bestandgebäude und dem Neubau spannungsreiche Pausen- und Außenräume. Diese werden durch Holzdecks weiter zoniert.

Fassade / Materialität
Das Erscheinungsbild wir neben den Grünflächen hauptsächlich durch das weiße Metallgewebe bestimmt. Dieses umgarnt das Gebäude und lässt es „fließen“ – wie die umgebende Natur. Es wirkt homogen, ohne in Konkurrenz zu den Bestandgebäuden zu treten. Hinter diesem Filter befindet sich die eigentliche Lochfassade.
Diese bietet eine optimale Belichtung und Belüftung der dahinter liegenden Räume. Das Gewebe ist auf öffenbare Rahmen montiert. Hierdurch entsteht ein feines Fugenbild. So wird die Fassade des Bestandes mit seiner Metallfassade neu interpretiert. Durch die Möglichkeit des Öffnens des “Schleiers“ verändert sich Erscheinungsbild des Gebäudes ständig, ohne die Homogenität zu stören. Hierdurch ist auch eine Reinigung der Fassade und Fenster gewährleistet.